TÜV Motorrad: Was sind Ablauf, Kosten und Vorbereitung?
Für Motorradbesitzer in Deutschland ist die regelmäßige Hauptuntersuchung (HU), umgangssprachlich oft als TÜV bezeichnet, wichtig für die Verkehrssicherheit und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Ob auf dem täglichen Arbeitsweg, bei Ausfahrten am Wochenende oder nach der Winterpause: Wer sich frühzeitig über Prüfanforderungen, Kosten und typische Mängel informiert, kann unnötige Reparaturkosten vermeiden und sich besser auf den Prüftermin vorbereiten.
Doch was wird bei der TÜV-Prüfung fürs Motorrad kontrolliert? Wie hoch sind die Kosten und wie bereitet man sich am besten vor? Dieser Artikel erklärt die Prüfintervalle, die Motorrad-TÜV-Kosten und den Ablauf der Hauptuntersuchung. Außerdem erfahren Sie, was bei einer nicht bestandenen Prüfung zu tun ist und wie Sie eine tragbare Powerstation auf Ihrer nächsten Motorradtour nutzen können.

Was ist der TÜV fürs Motorrad und wie oft ist er fällig?
Was unterscheidet HU und AU?
Wenn in Deutschland vom „Motorrad-TÜV“ die Rede ist, ist damit in der Regel die Hauptuntersuchung (HU) gemeint. Dabei prüfen die Prüfingenieure unter anderem Bremsen, Beleuchtung, Reifen, Lenkung, Fahrwerk und Rahmen sowie weitere sicherheitsrelevante Bauteile. Ziel ist es, festzustellen, ob das Motorrad den geltenden Sicherheits- und Bauvorschriften entspricht und verkehrssicher ist.
Bei zulassungspflichtigen Motorrädern ist in der Regel zusätzlich eine Abgasuntersuchung für Krafträder (AUK) erforderlich. Dabei wird geprüft, ob die Abgaswerte den gesetzlichen Grenzwerten entsprechen. Die AUK wird üblicherweise zusammen mit der HU durchgeführt. Für bestimmte ältere Motorräder, die vor dem 1. Januar 1989 erstmals zugelassen wurden, gilt eine Ausnahme von der Abgasuntersuchungspflicht.
Wie oft muss ein Motorrad zum TÜV?
Bei gewöhnlichen Motorrädern ist die erste Hauptuntersuchung in der Regel 24 Monate nach der Erstzulassung fällig. Anschließend muss das Fahrzeug alle zwei Jahre zur Prüfung. Den Monat und das Jahr der nächsten HU können Sie auf der Prüfplakette am hinteren Kennzeichen ablesen. Alternativ können Sie die Fälligkeit anhand der Fahrzeugpapiere überprüfen.
Wenn Sie ein gebrauchtes Motorrad kaufen oder ein Fahrzeug nach längerer Stilllegung wieder in Betrieb nehmen möchten, sollten Sie den aktuellen HU-Status anhand der Fahrzeugunterlagen prüfen. Bei Saisonkennzeichen gelten zudem besondere Regelungen, wenn der Prüftermin in den Ruhezeitraum fällt. Maßgeblich sind stets die für das jeweilige Fahrzeug geltenden Vorschriften.
Motorrad-TÜV: Kosten – Wie viel kostet die Hauptuntersuchung?
Die Kosten für den Motorrad-TÜV sind in Deutschland nicht überall gleich. Sie hängen vor allem von der Prüforganisation, dem Bundesland und davon ab, ob zusätzlich eine Abgasuntersuchung für Krafträder (AUK) erforderlich ist. Auch eine Nachprüfung oder eine zusätzliche Begutachtung kann weitere Kosten verursachen.
Kostenvergleich: Motorrad-HU und HU inklusive AUK 2026
| Bundesland | Nur HU | HU inklusive AUK |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 47,40 € | 75,10 € |
| Bayern | 47,40 € | 75,10 € |
| Berlin | 66,00 € | 94,00 € |
| Brandenburg | 66,00 € | 94,00 € |
| Bremen | 66,00 € | 94,00 € |
| Hamburg | 47,40 € | 75,10 € |
| Hessen | 66,00 € | 94,00 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 66,00 € | 94,00 € |
| Niedersachsen | 66,00 € | 94,00 € |
| Nordrhein-Westfalen | 66,00 € | 94,00 € |
| Rheinland-Pfalz | 66,00 € | 94,00 € |
| Saarland | 66,00 € | 94,00 € |
| Sachsen | 66,00 € | 94,00 € |
| Sachsen-Anhalt | 66,00 € | 94,00 € |
| Schleswig-Holstein | 66,00 € | 94,00 € |
| Thüringen | 66,00 € | 94,00 € |
Datenquelle: TÜV SÜD, Gebührenübersicht für HU/AU nach Bundesländern (Stand: 2026). Die Preise verstehen sich inklusive 19 % Mehrwertsteuer. Abweichungen sind je nach Prüfstelle möglich.
Bei neueren und gut gewarteten Motorrädern fallen häufig nur die regulären Prüfgebühren an. Bei Fahrzeugen, die längere Zeit stillgestanden haben, oder bei Motorrädern mit verschlissenen Bremsen oder beschädigten Reifen können die Reparaturkosten jedoch deutlich höher ausfallen als die eigentlichen Prüfgebühren.
Welche Faktoren können die Kosten für den Motorrad-TÜV erhöhen?
Die Prüfgebühren decken notwendige Reparaturen nicht ab. Werden beispielsweise stark abgenutzte Reifen beanstandet, müssen diese gegebenenfalls ersetzt werden. Bei Mängeln an der Bremsanlage können neue Bremsbeläge oder weitere Instandsetzungsarbeiten erforderlich sein. Deshalb lohnt es sich, den technischen Zustand des Motorrads vor dem Prüftermin zu kontrollieren.
Auch Umbauten können zusätzliche Kosten verursachen. Bei Auspuffanlagen, Rädern, Fahrwerken oder anderen geänderten Bauteilen sollte vorab geprüft werden, ob die erforderlichen Genehmigungen vorliegen und ob eine zusätzliche Änderungsabnahme notwendig ist. Nicht jeder Umbau erfordert eine separate Begutachtung; entscheidend sind die jeweiligen Bauteilunterlagen und die geltenden Vorschriften.
Wird die HU nicht bestanden, müssen die festgestellten Mängel behoben und das Motorrad innerhalb eines Monats zur Nachprüfung vorgeführt werden. Wird diese Frist versäumt, ist in der Regel eine erneute vollständige HU erforderlich, wodurch weitere Kosten entstehen können. Eine gründliche Vorabkontrolle von Beleuchtung, Reifen und Bremsen hilft daher, vermeidbare Ausgaben zu reduzieren.
Motorrad-TÜV: Ablauf und erforderliche Unterlagen
Welche Bauteile werden bei der Prüfung kontrolliert?
Die Hauptuntersuchung (HU) beim Motorrad beschränkt sich nicht auf eine Sichtprüfung. Im Mittelpunkt stehen die Verkehrssicherheit und die Einhaltung der geltenden Vorschriften. Dabei werden unter anderem folgende Bereiche kontrolliert:
- Reifen und Räder: Geprüft werden Profiltiefe, Verschleiß, Risse und sonstige Beschädigungen. Auch die Reifengröße und die Zulässigkeit der montierten Reifen für das jeweilige Motorrad spielen eine Rolle.
- Bremsanlage: Die Prüfer kontrollieren die Funktion der Vorder- und Hinterradbremse, den Zustand der Bremsbeläge und Bremsscheiben sowie mögliche Undichtigkeiten an hydraulischen Bremsleitungen und Anschlüssen.
- Beleuchtung und elektrische Einrichtungen: Abblendlicht, Fernlicht, Bremslicht, Blinker und Hupe müssen ordnungsgemäß funktionieren. Auch die Einstellung des Scheinwerfers und weitere vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtungen können geprüft werden.
- Lenkung und Fahrwerk: Untersucht werden die Leichtgängigkeit der Lenkung, mögliche Schäden oder unzulässiges Spiel an Lagern und Gelenken sowie der Zustand von Gabel, Federung und Stoßdämpfern. Ölverluste und auffälliger Verschleiß können ebenfalls beanstandet werden.
- Auspuffanlage und Geräuschentwicklung: Kontrolliert werden die Befestigung, der Zustand und die Dichtheit der Auspuffanlage. Außerdem wird geprüft, ob vorhandene Änderungen zulässig sind und die vorgeschriebenen Geräuschgrenzwerte eingehalten werden.
- Rahmen und weitere Bauteile: Die Prüfer achten auf Risse, Verformungen, erhebliche Korrosion, lose Befestigungen und andere Mängel, die die Betriebssicherheit beeinträchtigen können. Sofern für das Motorrad eine Abgasuntersuchung für Krafträder (AUK) vorgeschrieben ist, werden zusätzlich die relevanten Abgaswerte geprüft. Welche Prüfungen im Einzelfall erforderlich sind, hängt unter anderem von der Fahrzeugart und den geltenden Vorschriften ab.
Wie lange dauert die Prüfung und was muss man mitbringen?
Die Hauptuntersuchung eines Motorrads dauert häufig etwa 20 bis 45 Minuten. Die tatsächliche Dauer hängt vom Zustand des Fahrzeugs, dem Umfang der Prüfung und davon ab, ob zusätzliche Untersuchungen erforderlich sind. Mit einem vorab vereinbarten Termin lassen sich längere Wartezeiten häufig vermeiden.
Für die Untersuchung sollten Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) mitbringen. Bei umgebauten Motorrädern empfiehlt es sich außerdem, die passenden Nachweise für die geänderten Bauteile bereitzuhalten. Dazu gehören je nach Umbau beispielsweise die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), ein Teilegutachten oder andere Genehmigungsunterlagen. Das betrifft insbesondere Änderungen an Auspuffanlagen, Rädern, Fahrwerken oder anderen sicherheitsrelevanten Komponenten.
Wichtig ist, dass die vorhandenen Unterlagen zum jeweiligen Bauteil und Fahrzeug passen und eventuelle Einbauauflagen eingehalten werden. Nicht jeder Umbau erfordert eine zusätzliche Begutachtung oder Eintragung; dies richtet sich nach der jeweiligen Genehmigung und den geltenden Vorschriften. Eine sorgfältige Vorbereitung erleichtert die Prüfung und hilft, Verzögerungen durch fehlende Dokumente oder erkennbare Mängel zu vermeiden.
Motorrad-TÜV: Vorbereitungsliste – Wie bereite ich mein Motorrad auf die Prüfung vor?
Eine kurze Vorabkontrolle von zehn bis fünfzehn Minuten hilft, häufige Mängel frühzeitig zu erkennen. Sie ersetzt jedoch keine professionelle Prüfung. Bei Problemen mit sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Bremsen oder Lenkung sollte eine Fachwerkstatt aufgesucht werden.
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Reifen, Bremsen und Beleuchtung
Prüfen Sie die Reifen auf Risse, Beulen und ungleichmäßigen Verschleiß. Kontrollieren Sie außerdem den Reifendruck gemäß den Herstellerangaben. Eine ausreichende Profiltiefe allein garantiert nicht, dass ein Reifen in gutem Zustand ist – insbesondere nach längeren Standzeiten.
Testen Sie Vorder- und Hinterradbremse und achten Sie auf ungewöhnlichen Leerweg oder ein auffällig weiches Gefühl an Bremshebel und Bremspedal. Kontrollieren Sie anschließend Abblendlicht, Fernlicht, Blinker und Bremslicht. Letzteres sollte beim Betätigen beider Bremsen zuverlässig aufleuchten.
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Kette, Fahrwerk und Auspuff
Bei Motorrädern mit Kettenantrieb sollten Kettenspannung, Schmierung und Verschleiß kontrolliert werden. Eine zu lockere oder zu straffe Kette kann die Fahrsicherheit beeinträchtigen. Bei Kardan- oder Riemenantrieb gelten die jeweiligen Wartungsvorgaben des Herstellers.
Achten Sie auf Ölverluste an Gabel und Stoßdämpfern, einen locker sitzenden Auspuff und auffällige Geräusche. Lassen Sie mögliche Defekte fachgerecht beheben, anstatt lediglich oberflächliche Korrekturen vorzunehmen.
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Motorräder nach längerer Standzeit oder mit Umbauten
Nach der Winterpause sollten insbesondere Batterie, Reifen, sichtbare Leitungen und die Bremsanlage kontrolliert werden. Auch bei geringer Laufleistung können Reifen, Gummiteile und Betriebsflüssigkeiten altern. Bei Zweifeln am Zustand der Bremsflüssigkeit empfiehlt sich eine fachkundige Prüfung.
Bei umgebauten Motorrädern sollten die Genehmigungsunterlagen für Auspuff, Fahrwerk oder Räder rechtzeitig geprüft werden. Sind die Unterlagen unvollständig, sollte vor dem Prüftermin geklärt werden, ob eine zusätzliche Änderungsabnahme erforderlich ist. So lassen sich unnötige Verzögerungen und zusätzliche Kosten vermeiden.
Motorrad-TÜV nicht bestanden: Was tun bei einer verweigerten Plakette?
Welche Mängel führen besonders häufig zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung?
Stark verschlissene Reifen, Probleme mit der Bremsanlage, defekte Beleuchtung, eine nicht vorschriftsmäßige Auspuffanlage oder nicht genehmigte Umbauten können dazu führen, dass das Motorrad die HU nicht besteht.
Stellt der Prüfer Mängel fest, werden diese im Untersuchungsbericht dokumentiert. Fahrzeughalter sollten alle festgestellten Mängel entsprechend ihrer Schwere beheben lassen, statt sich nur auf offensichtliche Schäden zu konzentrieren. Eine undichte Bremsleitung oder austretende Bremsflüssigkeit kann beispielsweise auf ein ernstes Problem hinweisen, das fachgerecht untersucht und repariert werden muss.
Wie viel kostet eine Nachprüfung und welche Frist gilt?
Wird die Prüfplakette beim ersten Termin nicht erteilt, müssen die festgestellten Mängel behoben und das Motorrad zur Nachprüfung vorgeführt werden. Dafür sollten Sie je nach Prüforganisation und Standort etwa 20 bis 40 Euro einplanen. Die tatsächlichen Gebühren können abweichen.
Die Nachprüfung muss innerhalb eines Monats nach der nicht bestandenen HU erfolgen. Wird diese Frist überschritten, ist in der Regel eine vollständige neue Hauptuntersuchung erforderlich, wodurch zusätzliche Kosten entstehen.
Planen Sie für notwendige Reparaturen ausreichend Zeit ein. Müssen Ersatzteile bestellt werden oder ist die Werkstatt stark ausgelastet, empfiehlt es sich, die Instandsetzung möglichst früh zu veranlassen, damit die Nachprüffrist eingehalten werden kann.
Welche Folgen hat es, wenn der TÜV-Termin überschritten wird?
Bei gewöhnlichen Motorrädern drohen bei einer überfälligen HU abhängig von der Dauer des Verzugs folgende Bußgelder:
| Überschreitung der HU-Frist | Bußgeld |
|---|---|
| Bis zu 2 Monate | In der Regel kein Bußgeld |
| Mehr als 2 bis 4 Monate | 15 € |
| Mehr als 4 bis 8 Monate | 25 € |
| Mehr als 8 Monate | 60 € und 1 Punkt in Flensburg |
Wird die HU um mehr als zwei Monate überzogen, muss die Prüforganisation außerdem eine erweiterte Hauptuntersuchung durchführen. Dafür fallen in der Regel 20 % höhere Prüfgebühren an. Bei einer regulären Prüfgebühr von beispielsweise 90 Euro entspricht das einem Aufschlag von 18 Euro.
Machen Sie sich bereit für Ihre nächste Motorradtour
Ob beim Camping am See, auf einem abgelegenen Stellplatz oder bei einer mehrtägigen Alpentour – eine zuverlässige Stromversorgung ist unterwegs praktisch. Damit lassen sich Smartphones, Navigationsgeräte, Kameras und Campingbeleuchtung unabhängig von einer Steckdose mit Strom versorgen. Für weitere Elektrogeräte sind eine ausreichende Ausgangsleistung und Akkukapazität entscheidend.
Für längere Campingaufenthalte mit höherem Strombedarf bietet die AFERIY P310 Tragbare Powerstation eine leistungsstarke Lösung. Sie liefert 3.600 W Ausgangsleistung und verfügt über 3.840 Wh Kapazität, die sich mit Erweiterungsakkus auf bis zu 11.520 Wh erhöhen lässt. Der LiFePO₄-Akku ist auf mehr als 4.000 Ladezyklen ausgelegt. Über den Solareingang mit bis zu 2.000 W kann die Powerstation mit kompatiblen Solarpanels geladen werden.

Für kürzere Campingreisen ist die AFERIY P210 Tragbare Powerstation eine Alternative. Sie bietet 2.400 W Ausgangsleistung und 2.048 Wh Kapazität. Ihr LiFePO₄-Akku ist ebenfalls auf mehr als 4.000 Ladezyklen ausgelegt. Hinzu kommen eine siebenjährige Garantie und 13 Ausgänge, über die sich verschiedene Geräte anschließen lassen. Der Solareingang unterstützt bis zu 500 W Ladeleistung und ermöglicht bei ausreichender Sonneneinstrahlung das Aufladen mit kompatiblen Solarpanels.

Welche Lösung besser passt, hängt vor allem von der Reisedauer und dem Energiebedarf ab: Die P210 ist eine praktische Option für den typischen Campingbedarf, während die P310 mit höherer Ausgangsleistung und erweiterbarer Kapazität mehr Reserven für längere Aufenthalte bietet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Motorrad-TÜV
1. Wie viel kostet der Motorrad-TÜV im Jahr 2026?
Die Kosten für die Hauptuntersuchung (HU) inklusive Abgasuntersuchung (AU) liegen 2026 bei Motorrädern in Deutschland meist zwischen 75 € und 100 €. Der genaue Preis hängt von der Region und der Prüforganisation ab. Erfragen Sie die aktuellen Gebühren am besten direkt bei der Prüfstelle.
2. Muss das Motorrad vor der Hauptuntersuchung zwingend in eine Werkstatt?
Nein, ein Werkstattbesuch ist nicht vorgeschrieben. Bei einem gut gewarteten Motorrad reicht oft eine eigene Sicht- und Funktionskontrolle aus. Mängel an Bremsen, Reifen oder Fahrwerk sollten jedoch vor der HU fachgerecht behoben werden.
3. Sind die TÜV-Kosten bei umgebauten Motorrädern höher?
Das ist möglich. Ist für einen Umbau eine zusätzliche Änderungsabnahme oder Begutachtung erforderlich, entstehen weitere Kosten. Ob dies nötig ist, hängt von der Art der Änderung, den vorhandenen Prüfunterlagen und den gesetzlichen Vorgaben ab.
4. Darf man mit abgelaufenem TÜV noch zur Prüfstelle fahren?
Grundsätzlich kann ein zugelassenes und verkehrssicheres Motorrad auch mit abgelaufener HU zur Prüfstelle gefahren werden. Die HU-Frist sollte dennoch nicht überschritten werden, da bei einer Überschreitung Verwarnungs- oder Bußgelder drohen können. Wird die HU mehr als zwei Monate überzogen, fällt zudem in der Regel ein Aufschlag von 20 % auf die HU-Gebühr an.
Fazit
Für eine erfolgreiche Motorrad-HU sollten Sie den Fälligkeitstermin im Blick behalten, die Kosten einplanen und vorab Reifen, Bremsen, Beleuchtung, Auspuff und gegebenenfalls Umbauunterlagen prüfen. Regelmäßige Wartung hilft, Defekte frühzeitig zu erkennen. Nach längerer Standzeit oder bei Umbauten empfiehlt sich eine besonders gründliche Kontrolle. Wer sich rechtzeitig vorbereitet, vermeidet unnötige Zusatzkosten und trägt zur Verkehrssicherheit bei.













